Lange Pause

•6. Juni 2010 • Schreibe einen Kommentar

Es ist jetzt schon fast ewig her, dass ich hier einen Eintrag geschrieben habe! Das liegt aber eigentlich nur daran, dass ich in den letzten Monaten einfach ständig beschäftigt war und sich mein Leben in Japan erst richtig aktiviert hat😉 Und es viel zu lange dauern würde, alles nochmals detailliert aufzuführen, fass ich es mal zusammen.

Frühlingsbeginn in Japan – Kirschblütenfest
Überall waren die Kirschbäume rosa oder weiß! Darunter saßen Leute auf blauen planen und picknickten oder tranken einfach Bier. Die Parks waren überfüllt und jeder Baum wurde das eine oder andere Mal fotografiert. Manche Japaner fahren jedes Jahr sogar extra weite Strecken zu den ganz besonderen Kirschbäumen, die besonders schön oder besonders alt sind! Mir hat das rosa Blütenmeer auch so gereicht:-)

Besuch von Ulli und Erich

Mitte bis Ende April waren Ulli und Erich für ca. 12 Tage in Japan und ich hab sie etwas herumgeführt. Neben Tokyo haben wir auch Kyoto, Nara und die Kurstadt Hakone besucht, wo wir sogar den Fuji zu sehen bekommen haben! Das Wetter schwankte in diesen 12 Tagen von Schneeregen und knapp über 0 Grad bis zu 20 Grad Sonnenschein. Ein wirkliches Durcheinander.
Gutes Essen, heiße Quellen, übernachten auf Tatami-matten, Tempel und Hochhäuser und viele neue Eindrücke für die zwei!

10 Tage Okinawa
Nachdem Ulli und Erich wieder nach Österreich zurückgekehrt waren, begannen hier die Frühlingsferien, oder Golden Week wie sie von den Japanern genannt wird. Während dieser Zeit haben so gut wie alle Japaner gleichzeitig frei und das Reisechaos bricht aus. Gerade nach Okinawa wollen viele, dass ja das Hawaii Japans ist. Wir mussten aber unbedingt auch einmal hin, solange wir noch in Japan sind und flogen deswegen mit allen andern gen Süden. Es hat sich ausgezahlt! 6 Tage campen auf kaum bewohnten Südseeinsel, schwimmen mit Nemo und Co. und in der Sonne liegen! Den Rest der Zeit verbrachten wir in der Hauptstadt Naha und ließen uns mit lokalen Köstlichkeiten wie Süßkartoffeln verwöhnen.

Anfang Mai hab ich dann auch noch ganz lieben Besuch aus Österreich bekommen für eine Woche! Leider musste ich nach einer Woche schon wieder runter von Wolke 7 und alle Hausaufgaben, die ich durch meine Reisen verpasst hatte, auf einmal wieder nachholen. Eine Woche durchgehend Lernend hielt mich also davon an einen Blogeintrag zu schreiben…

keine pause

•27. April 2010 • Schreibe einen Kommentar

nach 11 Tagen mit Ulli und Erich durch Tokyo, Hakone, Kyoto und Nara fliege ich morgen nun nach Okinawa auf eine Woche Strandurlaub. Sobald ich wieder zu ruhigen Abenden zu Hause komme, folgen die Berichte samt Fotos!

Post-Conference Trip in Süd-Taiwan

•8. April 2010 • Schreibe einen Kommentar

Für die letzten drei Tage meines Aufenthalts in Taiwan hab ich mich für einen von der WorldMUN organisierten Post-conference Trip angemeldet. Im Zuge dieser kleinen Reisen fuhren ca. 100 Studenten aus aller Welt mit Bussen in den Süden Taiwans, wo es noch einiges mehr zu entdecken gab. Am ersten Tag hatten wir eine Führung durch die Austernzüchtungen und durften diese Leckerbissen dann vor Ort gleich essen! Einfach kurz auf den Griller, damit sie ihre Schalen öffnen, und dann in den Mund. Das war echt verdammt gut!
Dann gings weiter zu den Salzfeldern, wo früher Salz aus dem Meer gewonnen wurde. Dies hatten die Chinesen nach ihrer Ankunft in Taiwan eingeführt. Noch ein gutes Abendessen in einem typisch taiwanesischen Restaurant, in dem jeder am Tisch gemeinsam von ca. 10 Tellern mit unterschiedlichen Gerichten isst. Leider war fast alles mit Fisch, mich hatte das weniger gestört, aber wir hatten Leute dabei, die Fisch einfach nicht austehen konnten :-S Am Abend sind wir dann nur mehr müde in unsere luxuriösen Hotelbetten gefallen.


Der zweite Tag bestand darin, dass wir uns die zweitgrößte Stadt Taiwans, Kaoshiung, angesehen haben. Wir haben den Urlaubspark des ehemaligen Präsidenten Chiang Kaishek besucht und sind dann weiter zum Strand. Leider hatten wir 30 Minuten Zeit am Strand und einem kleinen Markt mit Souvenirs bevor mit einer Fähre weiter zu einer Landzunge fuhren. Unser Tourguide war sehr strikt, was Pünklichkeit betraf, er war auch sehr daran interessiert uns die Geschichte Taiwans und seine politischen Ansichten näher zu bringen. Das war ja alles sehr nett, aber sein Timing war manchmal sehr unpassend. Er wusste, dass wir eine Partywoche hinter uns hatten und hat trotzdem jeden Morgen im Bus geplaudert. Die meisten sind trotzdem eingeschlafen *gg*
Den Nachmittag verbrachten wir auf dem ehemaligen britischen Konsulat, das natürlich an einem der schönsten Aussichtspunkte der ganzen Stadt erbaut worden war. Der Loveriver war dann der Ort, an dem wir den Sonnenuntergang genießen konnten und den Abschluss bildete der Night Market, auf dem man Schlangen und noch lebend auf den Grill geworfene Garnelen verspeisen konnte.
Am letzten Tag fuhren wir nur mehr mit dem Bus Richtung Taipei zurück, wobei ein Staubsturm aus China uns ziemlich die Sicht und die Luft vermieste. Man konnte kaum ein paar Kilometer sehen, vergleichbar mit Nebel bei uns! Nur dass fast alle irgendwie Hustanfälle bekamen…

Meine letzte Nacht in Taipei verbrachte ich mit einem Inder und zwei Österreicherinnen. Wir spazierten durch die Stadt und trafen zufällig ein paar französische und malayische Teilnehmer der WorldMUN. Gemeinsam mit dem Inder fuhr ich dann um 5 Uhr morgens zum Flughafen, wo wir auch noch einen Kollegen meines Kommittees und eine kanadische MUNerin trafen! Schon ein komisches Gefühl, wenn man ständig Leute trifft, mit denen was gemeinsam hat *hihi* Ich brauch wohl nicht zu sagen, dass ich, als ich in Japan ankam, gleich mal 16 Stunden geschlafen habe, nach so einer Woche!!!

WorldMUN 2010

•5. April 2010 • Schreibe einen Kommentar

Die WorldMUN (=Model United Nations) Konferenz wird jedes Jahr von der Harvard University mit Hilfe einer lokalen Universität im März abgehalten. Letztes Jahr war sie in Den Haag, als ich mich leider noch nicht dafür interessiert habe, aber zum Glück war sie dieses Jahr im gleichen Fleckchen Erde, wo ich auch grad war! Ich hab in Wien schon an der ViennaMUN teilgenommen in der Uno-City und deshalb war ich ganz außer mir vor Freude, als ich erfahren hab, dass es auch eine internationale Konferenz gibt! Und da Japan ja nicht weit weg war von Taiwan, musste ich unbedingt hin. Deswegen der ganze Ausflug nach Taipei ^^
Ich hab also fünf Tage in Taipei damit verbracht eine Simulation eines geschichtlichen Ereignisses, in meinem Fall des koreanischen Krieges, gemeinsam mit Studenten aus der ganzen Welt noch einmal neu wieder zu erleben, mit einigen Neuerungen dank der unglaublichen Phantasie unserer Vorsitzenden. Fünf Tage lang haben wir um die koreanische Halbinsel durch Truppenverschiebungen und Verhandlungen mit den Kommunisten gekämpft. Korea konnten wir unter unserer demokratischen Führung vereinigen, jedoch Japan wurde kommunistisch. So zumindest der letzte Stand unseres Wissen im (imaginären) Jahre 1953.
Wer ist jetzt verwirrt? Mein Kommittee hatte sehr große Ähnlichkeit mit dem Brettspiel Risiko oder etwa Diplomacy. Andere Kommittees haben jedoch „ernsthaft“ über aktuelle Probleme der UNO diskutiert, wie richtige Diplomaten, wobei sie ein Land und dessen Position zu vertreten hatten, das nicht ihr eigenes war. Simulieren und dabei lernen also.
Das ganze wäre aber keine Studentenveranstaltung ohne Parties. Und da es die WorldMUN war, mussten natürlich jeden Abend komplett durchorganisierte Themenparties her. Wir hatten eine Eröffnungszeremonie in der zweitgrößten Memorialhall Taipeis, einen internationalen Food-market, chinesisches Neujahr, eine Kung-Fu-Night, eine Caberet Night mit Tanzeinlagen und eine Abschlussfeier im exklusivsten Club Taipeis. Mehr brauche ich wohl eh nicht zu sagen😉
Und trotzdem saßen am nächsten Morgen immer wieder alle da und diskutierten angeregt. Ich war erstaunt, mit wie wenig Schlaf mein Gehirn trotzdem noch intelligent arbeiten kann! So sind eben Studenten, Party und Lernen und Lernen und Party und dazwischen Schlafen und vielleicht Essen, wenn es sich einrichten lässt *haha* (Meistens hab ich wirklich aufs Abendessen vergessen, weil ich doch noch schnell eine Stunde vor der nächsten Party schlafen wollte!)

Taipei

•29. März 2010 • Schreibe einen Kommentar

Wolkenkratzer, die denen Tokyos gleichen, kleine Straßengeschäfte und exotische Gerüche so wie ich sie mir in Beijing vorstelle, so ist Taipei! Eine Mischung aus Japan und China, ein Land am Rande des großen asiatischen Kontinents, auf dem Weg zum Industriestaat.

So mal der erste Eindruck! Ich hab jetzt wirklich ein paar Tage gebraucht, um diese ganze Erfahrung und die gesammelten Eindrücke zu verarbeiten. Schließlich hab ich in Taiwan nicht nur Urlaub gemacht, sondern war auch auf der MUN, aber mehr dazu später. Zuerst ein bisschen über meine zwei ersten Tage in Taipei, die ich mit Sightseeing pur voll gestopft habe! Da die Innere Stadt eigentlich nicht so weitläufig ist, wie zum Beispiel Tokyo, bin ich einfach in Richtung des alten Stadtviertels los spaziert.
Auf meinem Weg kam ich am Chiang Kaishek Memorial, einem alten Stadttor, einer restaurierten Straße aus dem 17. Jahrhundert, einigen bunten Tempeln und super modernen Geschäften vorbei. Dabei wurde ich zweimal von netten Taiwanesen bzw. Philippinern auf Englisch angesprochen und konnte mich ein wenig mit ihnen über Taipei unterhalten. Außerdem hab ich leckere Süßigkeiten, die sehr an türkischen Honig erinnert haben gegessen, und konnte die unterschiedlichen Gerüche der Straßenküchen auf mich wirken lassen. Es gab so viel zu sehen, zu hören und zu riechen!
Am Abend hab ich mich dann auf zu einem der berühmten Night-Markets gemacht, wo jegliche Art von Geschäften bis spät nachts noch offen hat und man sich mit schrägen Köstlichkeiten vollstopfen kann. Am liebsten ist mir jedoch immer noch der kalte Milchtee mit Gelee-kügelchen😉 Die Hühnerbeinchen und Froscheier wollte ich dann aber auch nicht mehr probieren…

Leider hat es am folgenden Tag dann zu regnen begonnen und ich konnte nicht wirklich raus, zumindest dachte ich das. Aber der nette japanische Besitzer des Hostels hat mich und einige andere Gäste zuerst in ein typischen taiwanesisches Restaurant mitgenommen, wo es chinesische Knödel und Nudeln gab, und hat mich dann gemeinsam mit einem Brasilianer auf eine ganz besondere Tee-Erfahrung eingeladen. Wir fuhren in die Berge, nahe Taipeis, wo Teeplantagen und Teehäuser bis heute erhalten sind. Da er mit einem Tee-bauern gut befreundet ist, wurden wir auf einen nachmittäglichen Tee in einem traditionellen Teehaus samt Teezeremonie eingeladen!
Am Abend gings dann auf das höchste Gebäude der Welt (zumindest war es das bis Anfang dieses Jahres…): Taipei 101. 101 Stockwerke mit Aussichtsplattform auf der 89. Etage. Leider hat es wie gesagt geregnet, trotzdem konnte man die Lichter der Stadt unten Leuchten sehen und die Wolken die darüber hinwegzogen, schließlich waren wir ja noch höher!

Zwischenstopp zu Hause

•24. März 2010 • 1 Kommentar

Nach dem ganzen Rumreisen durch Japan und vor meine Trip nach Taiwan hab ich eine gemütliche Woche in Yokohama verbracht. Gemütlich, aber keinesfalls langweilig!
Am 3. März war ich zum Beispiel mit zwei japanischen Freundinnen in Chinatown, wo wir leckeres chinesisches Essen aßen und spazieren waren. Das Wetter war so schön, dass wir auch zum Hafen runter spazierten und weiter zum großen Einkaufszentrum, wo das größte Gebäude Japans steht. Dort haben wir uns dann in ein französisches Café gesetzt und uns leckeren Kuchen und Kaffee gegönnt. So richtig gute Torten gibts hier leider nur selten, aber dieses Café hatte vorzügliche Schokotorten ^^

Am 6. war ich dann mit den anderen Austauschstudenten und japanischen Freunden im Ghibli Museum. Die Ghibli Studios sind quasi die japanische Antwort auf Disney und sie haben Filme wie „Prinzessin Mononoke“ oder „Chihiros Reise“ gezeichnet. Für das Museum mussten wir uns schon gut ein Monat vorher anmelden, weil es so stark besucht ist. Aber es war zum Glück nicht so viel los und wir konnten uns gemütlich das Museum und den Werdegangs des neuesten Films ansehen. Es war sehr nett, auch wenn wir als Erwachsene nicht auf den Katzenbus klettern durften, der war nur für Kinder vorgesehen!
Danach waren wir noch im Izakaya essen und trinken und plaudern und ich hab mit Yuki noch einen Abstecher nach Shibuya zum Shoppen gemacht!

Am 8. März war ich dann mit 3 Mädels aus meinem Club in einem Themenpark-ähnlichem Onsen, das wie das Tokyo des 17. und 18. Jahrhunderts gestaltet war. Wir bekamen dort schöne Yukata mit altmodischen Mustern, die wir im Gemeinschaftsbereich zu tragen hatten, und ein elektronisches Band als Zahlungssystem. Drinnen gabs dann einen großen Raum mit Restaurants und Spielhallen, alles im Edo-stil, und natürlich zwei nach Geschlechtern getrennte Badebereiche. Zum Glück waren wir nur Mädels und so konnten wir gemeinsam baden gehen. Nach dem obligatorischen waschen darf man in die heißen Becken steigen, die jeweils besondere Zusätze oder Massageequipment haben. Einen Bereich im Freien gabs auch, wo man sich zu zweit in hölzerne Bottiche setzen konnte. Sauna und Nebelraum durften auch nicht fehlen! Ganze zwei Stunden verbrachten wir da drinnen, bevor wir Mittagessen gingen und uns schließlich nochmal kurz ins Wasser begaben. Nach dieser Entspannung waren wir zum Abschluss noch in einem Shoppingcenter um ein paar lustige Fotos zu schießen.

(fast) 28 Tage durch Japan – Back in Tokyo

•8. März 2010 • Schreibe einen Kommentar

22. – 24. Februar: Yokohama

Ausruhen und schlafen und essen und Filmschauen

24. – 28. Februar: Tokyo

Und wieder haben wir zwei Nächte bei Rob, unserem Couchsurfing Houst in Tokyo verbracht. Gemeinsam mit ihm waren wir auf einer Party in Roppongi und dann in einer Roof-Top-Bar mitten in einem der belebtesten Stadtviertel Tokyos! Das war wirklich sehr beeindruckend, weil man so die Stadt auch ein mal von oben sehen konnte. Sonst haben wir einen Nachmittag in Yokohama verbracht und waren am Hafen spazieren und einen Nachmittag gings nochmal nach Ueno, wo wir zwischen den kleinen Shops schländerten und uns den Bauch mit japanischem Fondue vollschlugen.
Zwei weitere Nächte verbrachten wir schließlich noch in einem Hostel, in der Nähe von Asakusa, das ja gar nicht weit weg von Ueno ist. Ihren letzten Tag wollte Nina jedoch noch in Harajuku verbringen, dem wilden, quirligen, jungen Viertel, wo es Shops für jede Art von Feteschismus und Fanatismus gibt. Wir haben ein bisschen eingekauft und uns ein leckeres Crepe gegönnt und sogar unsere Bekannte aus Hiroshima, Shioban, wieder getroffen! Die musste sich ständig vor neugierigen japanischen Touristen verstecken, die ihre tollen Dreadlocks fotografieren wollten!
Am Sonntag hab ich Nina dann noch zum Zug zum Flughafen gebracht und ab war sie. Ich bin dann nur nach Hause gefahren und hab mich ins Bett geworfen! Einfach mal nichts tun, nirgendwo hinmüssen, nichts tun müssen. Das war schön ^^

 
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